Friedrichshain
Friedrichshain war ursprünglich ein Arbeiterviertel, was heute nicht mehr zu erahnen ist. Hier wurde nicht ausgegangen und auch nicht großartig protestiert, nur einmal im Juni 1953 und zwar so heftig, dass der Aufstand nur mit Russischen Panzern niedergeschlagen werden konnte.
Hier gab es keine Restaurants und modische Lounges, keine Espresso Bars oder Kolonien von Teenies die dachten, die der Linken Szene der vergangenen Jahrzehnte nacheifern. In Friedrichshain war der Hund begraben.
Nach der Wende flüchteten Hausbesetzer nach Friedrichshain und fanden dort die Ruhe nach der sie suchten. Im Zuge der dringend nötigen Renovierung und der damit verbundenen finanziellen Investitionen, wurden sie jedoch peu à peu auch aus diesem Viertel verdrängt. Reden machten Friedrichshainer Linke Anfang des Jahres wieder von sich, als sie eine der letzten Hausbesetzer Bastionen partout nicht räumen wollten, das seit 1990 bestehende “Projekt Liebig 14”, an der Kreuzung Rigaer- und Liebigstraße. Sachschäden und Ausschreitungen blieben dabei leider nicht aus.
Aber vor allem sehenswert in Friedrichshain sind nicht nur die vielen Punks die heute noch die Straßen säumen, sondern auch die Scharren von Nachteulen, die morgens um 5 Uhr nach Hause torkeln während der Berufsverkehr langsam erwacht und zunimmt. Es ist dieses breite Spektrum an Kulturen, diese Mengen an jungen Leuten die sich Nachts und bis zum Morgengrauen um die Warschauerbrücke und den Boxhagener Platz tummeln und einem den Eindruck geben, man erlebe gerade eine Sonnenfinsternis an einem Samstag Nachmittag auf einer belebten Fußgängerzone. Also ja, in Friedrichshain ist was los und man kann hier mittlerweile sehr gut ausgehen und essen.
Namensgeber für das Viertel ist übrigens der Friedrichshain, ein Erholungspark mit einem 78 Meter hohen Hügel, der zum größten Teil aus Schutt aus dem Zweiten Weltkrieg besteht.
Für mehr Informationen zu den Möglichkeiten die Friedrichshain bietet, raten wir Ihnen die Zeitschriften Zitty oder Tip zu lesen. Sie finden sie in allen Zeitungsläden und Kiosken dieser Stadt oder online unter:
www.zitty.de
http://www.tip-berlin.de
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