Kreuzberg
Kreuzberg hat einen Ruf, der ihm vorauseilt. Die Proteste am 1. Mai und die Linksbewegung der 60 Jahre, haben dieses Viertel eindeutig geprägt und ihm den Ruf verliehen den es heute hat, rau, alternativ, multikulturell. Auch wenn es heute nicht mehr so bunt zugeht wie noch zu Mauerzeiten, kann man sagen, dass Kreuzberg in Berlin einzigartig ist.
Schon die Postzustellung trennte diesen Bezirk in zwei Teile. Mit dem Anhängsel W61 am Ende der Anschrift zeigte man, dass man im besseren, westlichen Teil wohnte, um die Bergmannstraße und den Mehringdamm herum.
SO36, Namensgeber des berühmten Clubs in der Oranienstraße, bezeichnete den östlichen Teil des Viertels, geprägt durch die vielen Arbeiter die dort wohnten, um das Kottbusser Tor und die Skalitzer Straße.
Als die Mauer errichtet wurde, wurde aus Kreuzberg ein Randbezirk und viele große Durchfahrtsstraßen wurden von ihr zu Sackgassen beschnitten. Viele Händler und Geschäft zogen weg und das Viertel leerte sich.
Die Mieten vielen und die Anfang der 60er Jahre zugewanderten Türkischen Gastarbeiter fanden hier günstige Wohnungen. Doch aus dem runtergekommenen Viertel sollte etwas Besseres werden und deswegen beschloss man die Wohnhäuser abzureißen und teure Wohnung zu bauen.
Das ließen sich die Kreuzberger nicht gefallen und stellten sich auf die Seite der Türkischen Arbeiter. So in etwa entstand die Kreuzberger Besetzerszene, deren vielleicht bekanntestes Projekt das Georg-Von-Rauch Haus ist, am Mariannenplatz. Mit ihr fanden im Laufe der Jahre weitere Randgruppen in dem Viertel einzug. Vertreten waren Umweltschützer und Autonome, Kommunisten und andere Linksextreme politische Bewegungen und alle agierten für eine bessere Welt.
Heute ist es viel ruhiger geworden, aber Kreuzberg hat trotzdem nichts von seinem Charakter und seinem Charme verloren.
Man kann hier gut ausgehen, es gibt viele Cafés und Bars. Ein paar Kinos, die nicht den üblichen Hollywood-Einheitsbrei zeigen sind auch noch vorhanden, wie das York Kino am Mehringdamm. Man kann in Kreuzberg in einem Straßenzug, Köstlichkeiten aus aller Welt probieren.
Doch trotz der Offenheit der Kreuzberger fremden Kulturen gegenüber, ein McDonalds Restaurant gab es noch bis vor einem Jahr nicht und wurde anfangs mit viel Protest abgelehnt. Was angesichts des starken Linkseinflusses im Viertel kein Wunder sein dürfte.
Übrigens, seinen Namen bekam Kreuzberg von der 66 Meter hohen Erhebung, die den Victoriapark ziert auf dem ein Denkmal in Erinnerung an den Sieg gegen Napoleon errichtet wurde und heute noch einen wunderschönen Ausblick über die Dächer der Stadt erlaubt.
Für mehr Informationen zu den Möglichkeiten die Kreuzberg bietet, raten wir Ihnen die Zeitschriften Zitty oder Tip zu lesen. Sie finden sie in allen Zeitungsläden und Kiosken dieser Stadt oder online unter:
www.zitty.de
http://www.tip-berlin.de
Berlin ohne Kirsten: wie ein Biergarten ohne Bier
Hallo, wir waren am Samstag mit Kirsten unterwegs, große Klasse, diese Tour.
Noch nie war eine Stadtführung so lebendig,
Berlin ohne Kirsten ist wie ein Biergarten ohne Bier.
Auch die Potsdam-Tour war wirklich super.
Grüße aus Bayern
Fat Tire Bike Tours
City Segway Tours

